Die Geschichte der Kasematten

Die Düsseldorfer Kasematten liegen am Ufer des Rheins. Damit gehören Sie zu den Stadtteilen Altstadt und Carlstadt, die jeher das historische Zentrum Düsseldorfs bilden. In der Geschichte zeichneten sich Kasematten durch ihre Mauern aus, die im Festungsbau vor Artilleriebeschuss schützten, oder als Wohn-, Bereitschafts- und Aufbewahrungskasematten dienten. Die originalen Mauerwände sind, wie Sie sehen und fühlen, noch heute erhalten.

Doch die Rheinpromenade, wie wir sie heute kennen, war nicht immer so. Vor Beginn des 20. Jahrhunderts standen Wohnhäuser und Gebäude unmittelbar am Rheinufer. Häufige Rheinhochwasser führten dabei ständig zu überschwemmten Kellern, dauerhaften Schäden der Bausubstanzen und unbewohnbaren Immobilien. Um diese Problematik zu beseitigen entschied man sich zu Anfang des 20. Jahrhunderts für eine Ufervorverlegung. Eine untere Rheinwerft als Anlegeplatz für die Schifffahrt wurde konzipiert, und eine obere zur Stadt hin gelegene Rheinwerft wurde als repräsentative Promenade gestaltet.

Später in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Straßennetz in ganz Düsseldorf ausgebaut. Eine große Maßnahme dabei war der Ausbau der Bundesstraße 1. Die Bundesstraße wurde verbreitert und verlief genau entlang der Rheinpromenade, wo wir heute spazieren und ausgehen. Die B1 war mit täglich 60.000 PKW's eines der am stärksten frequentierten Straßen Düsseldorfs. Jedoch hatte der Umbau die bauliche Trennung der Innenstadt vom Rhein zur Folge. Unzufrieden mit dieser Situation entschied man sich 40 Jahre nach diesem Umbau für eine weitere große Maßnahme.

Die 1,9km lange Rheinuferstraße sollte unter die Erde verlegt werden. Die Planungen des Rheinufertunnels starteten. Dies geschah in der Umgestaltungsphase des Berger Hafens und der Errichtung des Landtages 1988. Am 15. Dezember 1993 wurde der Rheinufertunnel fertiggestellt und an die Stadt Düsseldorf übergeben.

Es folgte eine Neugestaltung der Rheinuferpromenade bis 1995. Dabei orientierten sich die beauftragten Architekten N. Fritschi, B. Stahl und G. Baum an der historischen Gestaltung aus dem Jahr 1900, die der Architekt Johannes Radke entworfen hatte. Das Foto oben zeigt das Rheinufer zu dieser Zeit. Fritschi und seine Kollegen trennten die Promenade wieder in eine obere und eine untere Werft. Es wurden 120 Bänke aufgestellt und 600 Platanen gepflanzt, die heute die wunderschöne Allee in der oberen Rheinpromenade ausmachen.

Und aus der unteren Werft ist heute eine herrliche Rheinpromenade geworden, die vom Frühjahr bis in den Herbst alles anbietet, was das Herz begehrt. Kulinarische Raffinessen, köstliche Speisen und Desserts, erstklassige Weine, kühles Bier und vieles mehr können hier nun genossen werden. Das Besondere im Besuch der Kasematten liegt nicht nur in der Atmosphäre echter Düsseldorfer Geschichte, sondern auch in der einzigartigen Aussicht auf die Oberkassler Skyline bei warmen Sonnenstrahlen. Sie symbolisiert die rheinische Lebensfreude der Düsseldorfer und ist vor allem im Sommer Ausdruck des mediterran anmutenden Lebensgefühls der Stadt.

Wir hoffen Sie fühlen sich wohl bei uns!